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KEIN KIND WIE JEDES ANDERE 

Dokumentarfilm, Deutschland, 1993, Farbe,                                               29 Min 

Der Film beschreibt das Leben mit schwerstbehinderten Kindern in einer kirchlichen Einrichtung der Diakonie. Im Mittelpunkt stehen die Betreuerinnen und Betreuer sowie die Eltern mit ihren oftmals ambivalenten Gefühlen. Ein Elternpaar hat sein Kind mit einem schlechten Gewissen in ein Heim gegeben, nachdem es merkte, daß die anderen Geschwister sonst völlig vernachlässigt worden wären. 

Die Eltern und das Personal im Film erleben, daß sich die Kinder trotz intensiver Zuwendung überwiegend quälen. Es handelt sich um Kinder mit schweren zerebralen Störungen. Viele von ihnen leiden unter dauernden Schmerzen, Krämpfen und Erstickungsanfällen bis hin zu lebensbedrohlichen Krisen. Manche dieser Kinder wären noch vor einigen Jahren, als die Medizin weniger lebenserhaltende Möglichkeiten hatte, gestorben. Im Hintergrund steht also auch die Frage, wie sinnvoll es ist, das Leben eines Neugeborenen um jeden Preis zu erhalten. Der Film läßt diese Frage offen. 
 

Regie: Angelika Schmidt-Biesalski 
Produktion: Matthias Film / NDR 



StichwortSchwerbehinderte / Einrichtungen / Ethik             Empfohlen ab 16 Jahren