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„ICH BIN NICHT BEHINDERT, ICH KANN REDEN“. 

GEORG PAULMICHL UND SEINE LESER 

Dokumentarfilm, Deutschland, 1993/98, Farbe und s/w,                              29 Min 

Georg Paulmichl aus Prad in Südtirol gilt nach landläufiger Meinung als geistig behindert. Er selbst behauptet von sich: „Ich bin nicht behindert, ich kann reden.“ Seit mehr als zehn Jahren schreibt er Texte, die mit großem Erfolg im Innsbrucker Haymon Verlag aufgelegt wurden. Georg Paulmichl ist bei Literaturinteressierten längst mehr als ein Geheimtip, aber sein skurriler Wortwitz, seine krummen Gedanken und eigenwilligen Formulierungen lösen bei vielen Menschen immer noch Kopfschütteln und Verwunderung aus. Während mancher noch darüber nachdenken mag, ob ein geistig Behinderter ein ernstzunehmender Dichter sein kann, resümiert Georg Paulmichl nach einer Lesung: „Nur Behinderte sind gekommen, und verstanden haben alle nichts.“ 

Enzo Gruber und Stefan Seifert stellen Georg Paulmichl vor und befragen die Menschen, über die er in seinen Texten schreibt. Ein Film über einen geistig behinderten Dichter und seine normal behinderten Leser. Eine Realsatire wider Willen, und die Einladung, einmal darüber nachzudenken, was eigentlich „normal“ ist und wie schön das Nicht-Normale sein kann. 
 

Buch und Regie: Enzo Gruber, Stefan Seifert 
Produktion: Arbeitsgemeinschaft Behinderte in den Medien / 3sat 



StichwortGeistig Behinderte / Literatur                             Empfohlen ab 16 Jahren