Kleines Filmfoto






Bestellung

Kurze Filme

Home

SCHLUCKAUF IM GEHIRN. 

DAS TOURETTE-SYNDROM 

Dokumentarfilm, Deutschland, 1996, Farbe,                                             26 Min 

Ein Bäckerladen in Kiel. Der 33-jährige Marcel Weickart bestellt Brötchen: „Zwei Mohn, zwei Sesam, Votze.“ Die Verkäuferin starrt ihn kurz unsicher an, bedient ihn aber dann weiter als wäre nichts gewesen. Der 33-jährige leidet an der sogenannten Koprolalie, einer Spielart des rätselhaften, kaum erforschten Tourette-Syndroms. Ständig zwingt ihn die Tic-Erkrankung, obszöne Wörter herauszuschreien oder in seine Sätze einzubauen. Er ist sich seiner „Tics“ stets bewußt, weiß, daß diese ständigen, unfreiwilligen Obszönitäten Teil seines Wortschatzes sind. Warum er gerade diese Wörter benutzt, weiß weder die Forschung noch Marcel selbst. Rund 40.000 Menschen sind allein in Deutschland am Tourette-Syndrom erkrankt. Zu den häufigsten Tics gehören unkontrolliertes Zucken und Grimassen-Schneiden. Unter den sogenannten Vocal-Tics leiden in Deutschland etwa 14.000 Menschen. 

Sven Hartung hat den Tourette-Kranken über ein Jahr begleitet und sprach mit Freunden, Ärzten und anderen Tourette-Kranken. 
 

Regie: Sven Hartung 
Produktion: Evangelisches Fernsehen Hamburg 


StichwortTourette-Syndrom / Gesellschaft                        Empfohlen ab 14 Jahren